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Międzyrzec Podlaski ist eine Stadt mit über 600 Jahren Geschichte, reich an Ereignissen und kulturellem Erbe. Die erste Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1390, als König Władysław Jagiełło sie dem Ritter Abraham Chamc zum Dank für seine militärischen Verdienste verlieh. Die Stadt entstand an der Grenze des Großfürstentums Litauen und entwickelte sich dynamisch zu einem Zentrum des sozialen und wirtschaftlichen Lebens.
Im Jahr 1435 erhielt Międzyrzec Stadtrechte. Bald darauf wurde es zu einem bedeutenden Handels- und Handwerkszentrum, bekannt für die Herstellung von Tuch, Pelzen, landwirtschaftlichen Produkten, Bier, Lederwaren und Sattlerarbeiten. Die Stadt zeichnete sich von Anfang an durch Multikulturalität aus – sie wurde von polnischen, litauisch-russischen und jüdischen Einwohnern bewohnt.
Eine besondere Blütezeit erlebte die Stadt im 18. Jahrhundert, als sie unter dem Schutz der Familie Czartoryski stand. In dieser Zeit wurde das Rathaus, öffentliche Gebäude errichtet, Tempel wiederhergestellt, die Kunst gefördert und die soziale Entwicklung der Einwohner unterstützt.

Międzyrzec Podlaski verdankt seine Bedeutung auch seiner günstigen Lage – an der Schnittstelle wichtiger Verkehrsverbindungen, die Osten mit Westen und Norden mit Süden verbinden. Eingebettet in eine schöne Natur, pulsierend von Leben und bewohnt von talentierten Menschen, bleibt die Stadt bis heute ein wahres Juwel der Landschaft Ostpolens.
Der Name Międzyrzec stammt von seiner Lage „zwischen den Flüssen“. Der zweite Teil – „Podlaski“ – wurde im 16. Jahrhundert hinzugefügt und bezieht sich auf die territoriale Zugehörigkeit der Stadt zur historischen Woiwodschaft Podlachien.
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Während der Teilungen Polens und im Laufe beider Weltkriege erlebte die Stadt viele tragische Ereignisse. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie bombardiert, und das jüdische Viertel wurde dem Erdboden gleichgemacht. Im Jahr 1942 richteten die Deutschen hier ein Ghetto ein, in dem mehr als 17.000 Juden ermordet wurden.
Nach 1945 gehörte Międzyrzec Podlaski zur Woiwodschaft Lublin. Von 1975 bis 1998 gehörte es zur Woiwodschaft Bialskopodlaskie und ist seit der Verwaltungsreform im Jahr 1999 wieder in der Woiwodschaft Lublin, wo es als Sitz der Gemeinde im Landkreis Biała fungiert.
Heute zieht Międzyrzec sowohl mit seinen Denkmälern, wie dem Palastensemble, als auch mit seinen natürlichen Werten an – es lohnt sich, das Tal der Krzna zu besuchen, insbesondere die Międzyrzec-Seen, wo neben dem Badebereich zahlreiche Veranstaltungen stattfinden.
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